Heidelbeere
Heidelbeere

Die Heidelbeere (lat. Vaccinium myrtillus) ist ein laubabwerfender Zwergstrauch oder Halbstrauch aus der Gattung der Heidelbeeren in der Familie der Heidekrautgewächse. Der estnischsprachige Name der Pflanze – “mustikas” – weist auf ihre Farbe hin (must bedeutet auf Estnisch schwarz), ebenso auf die Tatsache, dass die Beeren einfach kaputt gehen und das Gesicht und die Hände färben. Die Beeren werden im Juli und August reif. Die Heidelbeere ist überall in Estland verbreitet und sie wächst in feuchten Wäldern, an Wald- sowie Moorrändern und bevorzugt gewöhnlichen sauren Torfboden. Die Heidelbeere ist eine hochwertige Beerenpflanze. Ihre dunkelblauen Beeren haben einen angenehmen süßen Geschmack. Aus der Heidelbeere kann rohe und gekochte Marmelade, Kompotte, Mus, Konfitüren, Saft, Wein u.a. zubereitet werden. Die Beeren werden auch getrocknet oder in einer Flasche aufbewahrt. Der in der Heidelbeere enthaltene Farbstoff ist ein pH-Indikator. Wenn der pH-Wert am Standort sinkt, wird der Farbstoff von Rot zu Blau. Die Heidelbeere wird auch als Lebensmittelfarbe verwendet, weil sie völlig natürlich und ungefährlich ist, beispielsweise zum Stempeln von Fleisch.

Was enthält die Heidelbeere?
Zucker 5-7 %, Pektine, organische Säuren – Apfel- und Zitronensäure 1%, Gerbstoffe 7 %. Auch wertvolle Vitamine sind reichlich enthalten: Vitamin C, Carotin, Vitamine PP, B2 und B1. Die Blätter enthalten Gerbstoffe bis 20%, Arbutin 1,6 %, Glykosid Myrtillin 1% u.a.

Warum ist die Heidelbeere nützlich?
Die Heidelbeere hat sehr viele Heileigenschaften, die auch in der Medizin weite Anwendung finden. Die Heidelbeere trägt zur Linderung von Verdauungsstörungen, zur Verbesserung des Gedächtnisses und zur Heilung von Sehstörungen bei. Dank dem hohen Gehalt an Antioxidantien hilft die Heidelbeere, freie Radikale aus dem Körper zu entfernen, verhindert dadurch Alterungsprozesse und die Entstehung und Entwicklung mehrerer Krankheiten.