Nachrichten
Kategorien
Die Preiselbeere

Die Preiselbeere (Vaccinium vitis-idaea) ist ein mehrjähriger immergrüner Zwergstrauch aus der Gattung der Heidelbeeren in der Familie der Heidekrautgewächse.

Der säuerliche Geschmack der roten Preiselbeeren ist sicher all denen bekannt, die sie gekostet haben. Mit großer Wahrscheinlichkeit haben auch diejenigen irgendeine Vorstellung über diese Beere, die nie Preiselbeeren gegessen haben.

Preiselbeeren sind neben Moosbeeren und Heidelbeeren ein wichtiges Produkt auch für die Berry Group OÜ – einem führenden Vermarkter von Wald- und Gartenprodukten für die Lebensmittel- und die Pharmaindustrie im Baltikum und den nordischen Ländern.

Unabhängig von ihrem säuerlichen Geschmack enthalten die Preiselbeeren ziemlich viel verschiedene Zucker, am meisten gerade den süßesten, natürlich vorkommenden Zucker – Fruktose. Preiselbeeren können sogar 10-12 % Zucker enthalten, doch den charakteristischen sauren Geschmack bekommen sie von organischen Säuren, die weniger als 2 % ausmachen. Die in den Preiselbeeren enthaltenen Zitronen-, Apfel-, Oxal-, Essig-, Benzoe- und Ursolsäuren unterdrücken die Süße des Zuckers und treten im Geschmack gut hervor. Natürlich enthalten die Preiselbeeren außer Zucker und Säuren auch Eiweiß und in kleinen Mengen auch Fette. Darüber hinaus gibt es an nützlichen Stoffen in Preiselbeeren auch mehrere bioaktive Glykoside, Vitamin C, Carotinoide, Bioflavonoide, verschiedene Ballast-, Gerb- und Farbstoffe sowie Mineralverbindungen.

In der Geschichte der Völker der Nordländer haben die Preiselbeeren im Menü schon deswegen eine wichtige Rolle gespielt, weil sich – bedingt durch den hohen Gehalt der Benzoesäure –die Preiselbeeren auch unter den einfachsten Bedingungen gut aufbewahren lassen und natürlich wunderbar für verschiedene Speisen geeignet sind. Deswegen haben die Preiselbeeren in den kalten Jahreszeiten immer eine wichtige Vitaminquelle für den Menschen dargestellt. Die Preiselbeere trägt wesentlich zur Behandlung und zur Vorbeugung von Rheuma, Gelenkkrankheiten, Verdauungsstörungen und Atemwegserkrankungen bei, weil sie die Verdauung und das Funktionieren des Darms erleichtert.

Der bekannteste Bestandteil der Preiselbeeren ist die Benzoesäure. Chemisch ist die Benzoesäure eine aromatische Carbonsäure – eine farb- und geruchslose kristalline Verbindung, die sich im Wasser löst. Benzoesäure und deren Salze sind fähig, sowohl Mikroben zu vernichten als auch deren Aktivität zu hemmen. Diese Säure und deren Natrium-, Kalium- und Kalziumsalze wirken in einer sauren Umgebung besonders gut auf Mikroben. Dies ist der Grund, warum sich saure Preiselbeerkonfitüren sehr gut aufbewahren lassen. Benzoesäure hat eine entzündungshemmende Wirkung, aber dies zeigt sich im Organismus erst bei ziemlich großen Dosen. Dafür sollten wenigstens einige hundert Gramm Preiselbeeren am Tag gegessen werden.