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Heidelbeere

Die im Volksmund bekannte Aussage „die Heidelbeere macht die Tür des Arztes zu“ sagt so manches über den Wert dieser Beere. Schon über Jahrhunderte wird die Heidelbeere als Heilpflanze bei vielen verschiedenen Krankheiten verwendet. Die Heidelbeere trägt zum Einschlafen bei, hat eine entzündungshemmende Wirkung und stärkt das Immunsystem.

Frische Heidelbeeren helfen bei Verstopfung und getrocknete Heidelbeeren bei Durchfall. Dies folgt aus dem hohen Gerbstoffgehalt der Heidelbeere. Gerbstoffe haben auch die Eigenschaft, Schwermetalle zu binden und dadurch deren Aufnahme und Speicherung im Organismus zu erschweren. Wegen derselben Eigenschaft ist es nicht empfehlenswert, die Heidelbeeren zusammen mit Arzneimitteln zu verwenden, weil sich durch die Gerbstoffe in den Beeren auch die Resorption des Arzneimittels im Organismus verringert.

Sehr wertvolle Inhaltsstoffe der Heidelbeere sind Farbstoffe. Besonders große Aufmerksamkeit wird dem blauen Farbstoff der Heidelbeere zugewandt – dieser fördert mit Vitamin C und Eisen die Blutbildung und kümmert sich um die Elastizität von Blutgefäßen, besonders im Gehirn und in den Augen. Deshalb sind die Heidelbeeren sehr nützlich für Menschen, die unter Nachtblindheit oder Lichtempfindlichkeit leiden. Mehrere Untersuchungen bestätigen, dass die Heidelbeeren Sehpigmente, Sehnerven und Zellen der Netzhaut des Auges schützen und deswegen dazu beitragen, schnell ermüdende Augen zu stärken. Die Heidelbeere verlangsamt auch Alterungsprozesse, hilft bei Diabetes und unterstützt die Resorption von Glukose im Organismus.

Bei verschiedenen Untersuchungen wurde entdeckt, dass die in Heidelbeeren enthaltenen Stoffe eine Thromben verhindernde, Blutgefäße stärkende und erweiternde sowie Blutdruck senkende Wirkung haben. Darüber hinaus schützen die in Heidelbeeren enthaltenen Stoffe vor verschiedenen Nervensystemkrankheiten wie Parkinson und Alzheimer. Ebenso wird das Glückshormon wegen der Stoffe in den Heidelbeeren langsamer abgebaut.

Schon seit langem ist bekannt, dass die Beeren helfen, gegen Bakterien zu kämpfen. Die Heidelbeeren verhindern, dass Bakterien an menschlichen Zellen anhaften, und fördern deren Ausscheidung. Heidelbeersaft wirkt gegen Kolibakterien. Deshalb ist es empfehlenswert, täglich Heidelbeeren zu verzehren. Ein halbes Glas Heidelbeeren enthält genauso viel Antioxidantien wie 4-5 Gläser beliebige andere Beeren. Heidelbeeren wirken ebenso beruhigend.

 

Heidelbeere

Die Heidelbeere ist ein großartiger Gesundheitsverbesserer und eine ausgezeichnete Quelle für Geschmackserlebnisse. Die Heidelbeere ist eine der beliebtesten Waldbeeren des estnischen Volkes. Außer dem herrlichen Äußeren und dem Geschmack hat diese Beere auch wunderbare Heileigenschaften. Es ist bekannt, dass der Verzehr der Heidelbeeren den Menschen kräftigt und auch Krankheiten verdrängt.

Das Äußere der Heidelbeere benötigt wahrscheinlich keine nähere Vorstellung. Manchmal muss aber über die Unterscheidung zwischen der Heidelbeere und der Rauschbeere gesprochen werden. Die Rauschbeere ist eine andere natürliche Art aus der Gattung der Heidelbeeren. Diese zwei Pflanzen haben ziemlich viele Unterschiede. Erstens ist die Heidelbeere hellgrün, die Rauschbeere aber bläulich grün. Zweitens sind die Beeren der Heidelbeere dunkelblau oder fast schwarz, die der Rauschbeere aber deutlich hellblau. Diese zwei Pflanzen erhielten ihren Namen nach der Farbe der Früchte. Ein wenig unterscheidet sich die Form der Früchte – die Heidelbeere hat runde, die Rauschbeere längliche. Drittens sind die Sprösse der Heidelbeere – im Unterschied zur Rauschbeere – während der drei bis vier ersten Jahre hellgrün und scharf kantig. Und zuletzt ist der Strauch der Rauschbeere bedeutend größer als der der Heidelbeere.

Die Beeren der Heidelbeere sind leckerer und wertvoller als die der Rauschbeere. So ist die Heidelbeere eine der besten Beeren unserer Wälder und im Juli können wir in guten Heidelbeerwäldern immer Beerensammler treffen. Die Einsatzmöglichkeiten der Heidelbeeren sind sehr vielfältig. Sie können zu Marmelade, Saft, roter Grütze oder Kompott verarbeitet werden. Am wertvollsten sind aber frische Heidelbeeren. Diese werden oft mit Zucker und Milch gegessen. Die Beeren können auch getrocknet werden. Dafür die Beeren zuerst für einige Tage in einer Schicht in der Sonne welken lassen. Danach werden sie ins Zimmer gebracht und auf dem Herd, im Ofen oder im Trockner getrocknet. Die Temperatur beim Trocknen darf 60°C nicht überschreiten, denn sonst werden einige nützliche Inhaltsstoffe vernichtet. Die auf diese Art und Weise verarbeitenden Beeren werden als Heilmittel verwendet. Sie helfen, mehrere Verdauungsstörungen, darunter einen einfachen, aber äußerst lästigen Durchfall loszuwerden. Diese Wirkung haben sie dank der Gerbstoffe. Die Beeren, aber auch die Blätter der Heidelbeeren können wegen des hohen Gehalts an Gerbstoffen auch in der Gerberei verwendet werden. Als Heilmittel werden Heidelbeerblätter genutzt, die mehr Gerbstoffe als die Beeren enthalten.

Gefrorene Heidelbeere

Das Tiefgefrieren von Heidelbeeren ist die schnellste und einfachste Aufbewahrungsweise, bei der Geschmack, Aroma, Bioenergie und Nährwert der Beeren am besten gewährleistet werden. Gefrorene Heidelbeeren lassen sich bis zur nächsten Ernte aufbewahren. Beim Transport haben gefrorene Heidelbeeren große Vorteile gegenüber frischen Beeren. Gefrorene Heidelbeeren kann man in verschiedene Verpackungen wie Plastiktüten, Dosen und Eimer verpacken. Das Tiefgefrieren ist die bequemste Art, die Beeren und deren Nährwert zu bewahren. In der Lebensmittel- und Pharmaindustrie ist die Verwendung gefrorener Heidelbeeren wegen deren Nährwert und Eigenschaften weit verbreitet. Gefrorene Heidelbeeren werden in Joghurt, Kuchen und Quark verwendet. In der Pharmaindustrie werden aus gefrorenen Beeren Arzneimittel hergestellt.

Gefrorene Heidelbeeren sind sehr beliebt geworden, weil beim Tiefgefrieren ausreichend tiefe Temperaturen (hauptsächlich ab –25°C) angewendet werden und bei solchen Temperaturen Pflanzenzellen während des Gefrierens minimal beschädigt werden. Beim Einfrieren von Heidelbeeren wird das Schockgefrieren angewendet, bei dem kleinere Eiskristalle erzeugt werden, die die Gewebestruktur weniger beeinträchtigen. Wenn eine „langsam“ gefrorene Beere schmilzt, fließen Zellflüssigkeiten aus dem durch die Eiskristalle geschädigten Gewebe und das Ergebnis ist eine trockene oder zähe Konsistenz. In schockgefrorenen Früchten bleiben Vitamin C, B1 und B2 erhalten. Beim Einfrieren verringert sich auch nicht der Gehalt an Mineral- und Ballaststoffen in den Heidelbeeren. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Gehalt an einem der unbeständigsten Vitamine – Askorbinsäure oder Vitamin C – in tiefgefrorenen Beeren durchschnittlich 80% beträgt. Bei der Aufbewahrung von tiefgefrorenen Heidelbeeren ist die korrekte Aufbewahrungstemperatur zu beachten – die optimale Temperatur beträgt –18°C, weil sich bei dieser Temperatur die Beeren am besten aufbewahren lassen. Sie dürfen in einem Tiefkühlschrank bis zu einem Jahr gelagert werden.

Am besten ist es, die Heidelbeeren gleich nach dem Sammeln und Reinigen einzufrieren, weil dann das Aussehen und die Farbe der Beeren, aber auch ihre nützlichen Nährstoffe und Heileigenschaften erhalten bleiben. Es werden nur hochwertige Heidelbeeren eingefroren.

In wirtschaftlicher Hinsicht ist das Gefrieren von Heidelbeeren zweifellos die beste und gesündeste Aufbewahrungs- und Transportmethode. Wissenschaftlern zufolge sind richtig eingefrorene Beeren im Vergleich zu frischen Beeren bezüglich aller Indikatoren in jeder Weise wettbewerbsfähig.

Heidelbeere

Die Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus) ist ein im Nadelwald wachsender laubabwerfender Zwergstrauch mit blauschwarzen essbaren Beeren aus der Gattung der Heidelbeeren, der in Mittel- und Nordeuropa verbreitet ist. Die Waldheidelbeere wächst im Unterschied zur Kulturheidelbeere nicht in Trauben und ihre Farbe ist etwas dunkler.

Ein führender Vermarkter von Wald- und Gartenprodukten im Baltikum und den nordischen Ländern ist die Berry Group OÜ, deren Hauptkunden die Lebensmittel- und die Pharmaindustrie sind und deren wichtigste Produkte neben Preiselbeeren und Moosbeeren gerade die Waldheidelbeeren sind.

Wie natürlichen Produkten eigen, haben auch die Waldheidelbeeren viele für die Gesundheit nützliche Eigenschaften. Der Verzehr dieser Beeren unterstützt das Gleichgewicht des Organismus und trägt zur Vermeidung vieler weit verbreiteter Krankheiten bei.

Die Beeren gehören schon seit sehr alten Zeiten zur menschlichen Ernährung. Unsere Vorfahren haben die Waldheidelbeere außer zum Essen zusätzlich zu Heilzwecken, als Mittel zur Verlangsamung der Alterung und zur Erreichung eines allgemeinen gesundheitlichen Gleichgewichts verwendet. Die Waldheidelbeere enthält reichlich starke Antioxidantien, darunter Flavonoide und Anthocyane, deshalb wird diese Beere schon seit mehr als tausend Jahren in der europäischen Volksmedizin genutzt.

Anthocyane vernichten die im menschlichen Körper befindlichen freien Radikale, stärken die Blutkapillaren und verbessern die allgemeine Blutversorgung – deswegen wird die Waldheidelbeere zur Behandlung und zur Vorbeugung von verschiedenen mit dem Gefäßsystem und der Blutversorgung verbundenen Krankheiten (Thrombose, Blutgefäßerweiterung, Frostbeulen u.a.) verwendet.

Wegen der das Bindevermögen der Gewebe verbessernden Eigenschaften wird die Waldheidelbeere auch gegen die Verschlechterung des Zustandes des Blutgefäßsystems und der Blutplättchen genutzt. Die hohe Qualität der menschlichen Blutversorgung ist ein unvermeidlicher Bestandteil einer guten Gesundheit und eines vollwertigen Lebens. Zusätzlich fördert der Verzehr von Heidelbeeren das Funktionieren der Koronararterie und beugt deren Verstopfung vor, weil die Ansammlung der Fette im Körper verringert wird.

Im Zweiten Weltkrieg aßen die Piloten der britischen Royal Air Force Heidelbeeren, um das scharfe Sehen zu erhalten und das Sehen im Dunkeln für Nachteinsätze zu fördern – Rhodopsin oder Sehpurpur schützend verbessern diese Beeren die Sehschärfe und helfen dem menschlichen Auge, sich sowohl an die nächtliche Dunkelheit als auch das helle Tageslicht anzupassen.

Die Waldheidelbeere trägt zur Bekämpfung von solchen Augenkrankheiten wie Grüner Star, Kurzsichtigkeit und Katarakt (Linsenkrankheit) bei. Ebenso helfen sie Diabetikern, deren Sehvermögen sich durch Diabetes verschlechtert hat.

Mit Rücksicht darauf, dass mit der Blutversorgung verbundene Gesundheitsbeschwerden in unserer immer urbanisierteren Gesellschaft eine der größten gesundheitlichen Probleme darstellen und die Verschlechterung des Sehvermögens in einem bestimmten Alter auch für einen physisch gesunden Menschen unvermeidlich ist, lohnt es sich, bei der Prägung der Essgewohnheiten damit zu rechnen – und was könnte noch angenehmer sein als das Essen von wohlschmeckenden und frischen Beeren, um sich um die eigene Gesundheit zu kümmern.