Moosbeere

Die Moosbeere ist eine der Beeren, die zahlreiche natürliche Vitamine enthält und die man in Sümpfen und Mooren sammeln kann. Diese schöne rote Beere bringt schon allein mit ihrer Farbe und natürlich mit ihrem säuerlich-bitteren Geschmack Frische in herbstgraue Tage. Die schönen grünen Blätter und die roten Früchte der Moosbeere verleihen dem goldenen Herbst eine schöne Färbung.

Die Moosbeeren werden fast überall genutzt – in der Lebensmittelindustrie, in der Medizin, in der Volksmedizin und auch im heimischen Haushalt. Die Moosbeere eignet sich hervorragend zum Auffrischen von Nachspeisen, zu Gebäck und Fleischgerichten. Es ist bekanntlich sehr zuträglich, Moosbeeren zu essen. Diese Beeren sind reich an Vitaminen und besitzen viele heilkräftige und gesundheitsfördernde Eigenschaften. Es ist aber keine sehr gute Idee, Moosbeeren einfach in den Mund zu stecken – bei dem sauren Geschmack verziehen wir das Gesicht. Dies wird vom hohen Säuregehalt der Moosbeeren verursacht. Außer Zitronensäure enthalten sie auch Benzoesäure, die eine starke antibakterielle Wirkung besitzt und deretwegen die Moosbeeren so leicht aufzubewahren sind. Hoffentlich wird der Verzehr der Moosbeeren in dieser dunklen und kalten Zeit auf uns lauernde Viren verdrängen.

Die Moosbeere, die rote Beere der Sümpfe und Moore, hat jährlich sogar drei Sammelperioden – in der Regel werden die Beeren im Herbst von September bis zum Schnee gesammelt. In dieser Zeit sind die Moosbeeren am wertvollsten und die Beere ist am kräftigsten. Eine bekannte Weise, die Moosbeeren aufzubewahren, ist im Wasser. Dafür müssen die Beeren gewaschen und gereinigt, in ein Glas oder eine Flasche gefüllt und mit kaltem gekochtem Wasser übergossen werden. Auf diese Weise lassen sich die Moosbeeren in einem kühlen Raum über den Winter aufbewahren. Früher gesammelte Beeren verderben durch den niedrigen Gehalt der Benzoesäure schnell und auch der Vitamingehalt ist niedrig. Im Spätherbst, nach leichtem Frost gesammelte Beeren haben den besten Geschmack – das Gefrieren an der Pflanze macht den Geschmack milder. Diese lassen sich aber nur tiefgefroren und roh aufbewahren. Im Frühling gesammelte Moosbeeren sind saftig und süß, lassen sich aber nicht gut aufbewahren und enthalten weniger Vitamine. Die Moosbeere ist von Natur aus weich und die Beeren gehen einfach kaputt.

Wenn Sümpfe und Moore weit entfernt liegen und Sie auch nicht auf den Markt gelangen, dann ist es gut zu wissen, dass die Moosbeere ebenso auf einem Torfbeet im Hausgarten angebaut werden kann. Die Sorten der Kulturmoosbeeren sind großfrüchtig (Durchmesser 1,5–2 cm) und ergiebig. Darüber hinaus sind die strahlend roten Beeren im Garten ein schöner Blickfang.